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Trekking in Laos

Die endlosen Wälder im Bergland von Laos bieten spektakuläre Trekking-Möglichkeiten für Naturliebhaber. Lange Wanderungen sind darüber hinaus häufig auch die einzige Chance um in das unberührte Hinterland vorzudringen. Für Besucher bietet Laos den großen Vorteil der echten Entdeckungsreisen: Mehrtägige Trekking-Touren folgen keinen tausendfach ausgelutschten „Touristen-Rennstrecken“ mit perfekter touristischer Infrastruktur, sondern sind noch wirkliche Abenteuer.

Wandern in der Region Luang Prabang

Die Königsstadt Luang Prabang im Norden des Landes ist ein beliebter Ausgangspunkt für ein- oder mehrtägige Wanderungen, die unter anderen zu den Höhlen von Pak Ou und in die Dörfer der Hmong führen. Besucher können bei Privatpersonen in den Dörfern übernachten und so einzigartige Einblicke in das Leben der Hmong oder von anderen ethnischen Minderheiten wie den Khmu gewinnen. Kürzere und leichtere Trekking-Touren sind dabei auch für Anfänger geeignet, solange sie mit dem feuchtwarmen tropischen Klima zurechtkommen. Spezialisierte Reiseveranstalter bieten zudem Kombinationen aus Wandern, Elefantenritten und Kajaktouren auf den Flüssen an. Allerdings wird empfohlen, nur im Rahmen geführter Wanderungen loszuziehen, da die Wanderwege schlecht oder gar nicht ausgeschildert sind und Fremdsprachenkenntnisse in den Dörfern so gut wie nicht vorhanden sind.

Sehr neu ist der „100 Waterfalls Trek“, den Lonely Planet-Gründer Tony Wheeler mitwanderte und anschließend im Internet populär machte und der von dem Deutschen Markus Neuer geleitet wird. Die eintägige Wanderung beginnt in Nong Khiaw am Nam Ou-Fluss, etwa drei Stunden Fahrt von der ehemaligen Hauptstadt entfernt. Sie wandern durch eine wunderschöne Landschaft mit zahllosen Wasserfällen nach Don Khoun, von wo es mit dem Boot zurück geht nach Nong Khiaw. Abstecher führen zu den Höhlen von Pat Hok, in denen sich einst die Dorfbewohner vor den Bombenangriffen der Amerikaner versteckten.

Trekking im hohen Norden

Die Bergregionen im Norden von Laos werden seit einigen Jahren für den Trekking-Tourismus zugänglich gemacht. Hier können erfahrene Wanderer noch echte Abenteuer erleben, zum Beispiel bei Hiking-Touren durch die nördlichste Provinz Luang Namtha an der Grenze zu China. Ein beliebter Ausgangsort für mehrtägige Hiking-Touren zu den Bergvölkern der Hmong, Yao oder Akha ist der Ort Muang Sing im Nationalpark Nam Ha. Angeboten werden eintägige Wanderungen durch den umliegenden Dschungel und mehrtägige Wanderungen mit Übernachtungen bei den Akha oder Yao.

Sehr beliebt ist auch das Wandern auf dem „Old Falang Trail“, einer alten Verbindung zwischen Muang Sing und Luang Namtha, die auf die französische Armee zurückgeht. Die Anreise mit dem Bus von Luang Prabang gestaltet sich langwierig und ermüdend, so dass Wanderern empfohlen wird, mit dem Flugzeug nach Luang Namtha anzureisen.

Wasserfall im Norden von Laos
Wasserfall im Norden von Laos

Hiking in Süd-Laos

Die meisten Wanderer zieht es in die Berge von Nord-Laos, doch auch der malerische und touristisch noch vollkommen unerschlossene Süden des Landes bietet reizvolle Hiking-Möglichkeiten. Vor allem Savannakhet ist ein guter Ausgangsort um die umliegenden Nationalparks (die offiziell Natural Biodiversity Conservation Areas genannt werden) zu erkunden.

Mehrtägige Hiking-Touren im Bolaven Plateau führen zum Beispiel zum legendären Ho Chi Minh Trail zwischen Paksong und Attapeu nahe der vietnamesischen Grenze. Allerdings sind diese Dschungeltouren nur etwas für erfahrene Wanderer, die sich mit den einfachsten Bedingungen abfinden können, denn eine touristische Infrastruktur ist nicht vorhanden.

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Ökotourismus

Die Anzahl von Ökotourismus-Projekten ist in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. So hat sich beispielsweise das nordlaotische Muang Sing einen Namen mit Trekking-Touren in Dörfer ethnischer Minderheiten gemacht. Die Vielfalt der indigenen Ethnien, die hier in Muang Sing, im Herzen des Goldenen Dreiecks, anzutreffen ist, ist beeindruckend. So kann man Hmong, Thai Lü, Akha oder Yao bereits zum morgendlichen Markt in ihren traditionellen Gewändern bewundern. Natürlich kann man bei laotischen Familien übernachten und sich selbst einen authentischen Eindruck von dem Tagesablauf in einer laotischen Familie machen.

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2 thoughts on “Trekking in Laos”

  1. Aloha liebes Laos Reise Team,
    zunächst mal: Toller Blog! Hier findet man ja wirklich alle möglichen Informationen. Vielen Dank, dass ihr so viele Infos und Erfahrungen hier mit uns teilt. Erste Sahne!

    Vielleicht könnt ihr mir mit meiner kleinen Frage weiterhelfen. Ich habe vor durch Laos zu reisen und bin mir unschlüssig, ob ich einen Schlafsack mitschleppen soll.
    Ich möchte gerne im November/Dezember den Norden erkunden und wandern gehen. Auch gerne mehrtägige Wandertouren.
    Ich habe hier gelesen, dass man direkt bei den Locals übernachten kann, was nach ner super Erfahrung klingt. Brauch ich da unterwegs überhaupt einen eigenen Schlafsack?
    Ich hätte auch ne Mozziedichte Hängematte, bin mir nicht sicher ob diese überhaupt zum Einsatz kommen wurde, wenn man so „umsorgt“ wird mit Unterkünften.

    Vielen Dank fur eure Einschatzung.
    Happy Travels!
    Lennart

  2. Hi Lennart,

    ich fahre zwar erst in einer Woche nach (Süd-)Laos, werde allerdings auch meinen Schlafsack einpacken. Der Grund ist, daß man hier und dort mitunter doch in Unterkünften schläft die recht einfach sind und wo nicht unbedingt ein Wäschewechsel nach jedem Gast erfolgt.

    Gute Reise.

    Tom

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