Reiseplanung

Tipps für die richtige Reiseapotheke auf der Laos-Reise

Jenseits der Hauptstadt Vientiane sieht die medizinische Versorgung in Laos nicht sehr rosig aus. Selbst wenn eine Apotheke zu finden ist, können sich Besucher nicht immer darauf verlassen, dass die verkauften Medikamente europäischem Standard entsprechen. Häufig handelt es sich um günstige Generika aus China, die im besten Fall wirkungslos sind und im schlimmsten Fall noch kränker machen. Eine kleine Reiseapotheke sollte daher schon vor der Abreise nach Laos zusammengestellt werden.

Die wichtigsten Bestandteile einer Reiseapotheke für Laos

  • Allgemeines Schmerzmittel, z.B. Ibuprofen, Paracetamol oder Aspirin
  • Medikament gegen Durchfall, z.B. Lopedium akut oder Imodium
  • Sind in Laos längere Busfahrten geplant, lohnt sich die Mitnahme eines Medikamentes gegen Reiseübelkeit, z.B. MCP Hexal Tropfen oder Kwells
  • Pflaster

Wer mehrtägige Trekking-Touren in ländlichen Regionen plant, sollte zudem Jodtabletten mitnehmen, die zur Wasserreinigung genutzt werden können.

Genau genommen gehören auch Dinge wie Sonnenschutzmittel und Anti-Mücken-Spray zur Reiseapotheke.

Empfindliche Gemüter können sich mit Desinfektionsspray wie Octenisept oder Sagrotan ausrüsten, um sich gegen Hygiene-Mängel zu rüsten, doch sie werden schnell merken, dass auch das beste Desinfektionsspray gegen öffentliche Toiletten in Laos nicht viel ausrichten kann. Da hilft nur: Augen zu und durch.

Dem Thema Malaria und Malariaprophylaxe in Laos haben wir eine eigene Seite gewidmet.

Apotheke vor Ort ergänzen

Manchmal wurden Medikamente zuhause vergessen oder sind in der mitgenommenen Reiseapotheke schon zuneige gegangen. Dann führt kein Weg um einen Besuch in einer laotischen Apotheke herum. Zumindest in Vientiane gibt es mehrere Apotheken auf westlichem Niveau, in denen die Angestellten auch Englisch sprechen. Wer die Reiseapotheke auffüllen will, sollte dies also am besten in Vientiane tun.

Es kann zudem nicht schaden, sich einige der bekanntesten internationalen Medikamente und ihre Markennamen im Vorhinein aufzuschreiben, um dem Personal erklären zu können, was man braucht. Das Schmerzmittel Paracetamol ist zum Beispiel unter den Markennamen Panadol und Tylenol weltweit am häufigsten vertreten und auch vor Ort bekannt. Ibuprofen ist nicht ganz so leicht zu finden und taucht häufig unter dem Namen Advil oder Nurofen auf.

Generell ist es sinnvoll auf den Herkunftsort der Medikamente zu achten: Produkte aus Thailand oder aus der Schweiz sind gewöhnlich sicherer als Produkte aus Vietnam oder China.

Bei schwereren Erkrankungen und bei Zahnschmerzen hilft nur eines: Ein Abstecher ins Nachbarland Thailand. Auch Expats und Laoten fahren lieber über die Grenze nach Nong Khai oder Udon Thani, ehe sie sich den einheimischen Krankenhäusern und Zahnärzten ausliefern.

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Die Auslandskrankenversicherung

Generell sollte jeder, der ins Nicht-EU-Ausland reist, über eine Auslandskrankenversicherung verfügen. Diese sichert nicht nur kostspielige Behandlungen im Ausland ab, sondern auch einen möglicherweise notwendigen Rücktransport nach Deutschland.

Die Auslandskrankenversicherung stößt jedoch an ihre Grenzen, wenn sich beispielsweise im ländlichen laotischen Bergland ein Unfall ereignet oder beim Herumklettern auf uralten Pagoden ein Bein gebrochen wird. Der einzige Landarzt im Umkreis von 200 Kilometern wird mit der Versicherungskarte nämlich gar nichts anfangen können – beim Anblick eines 100 Dollar-Scheins wird er jedoch zur Hochform auflaufen. Etwas Geld für medizinische Notfälle zurückhalten, ist daher immer eine gute Idee.

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