Reisen in Laos

Ökotourismus in Laos

Laos hat sich erfreulicherweise mit an die Spitze der am weitest entwickelten Ökotourismus-Länder dieser Erde entwickelt. Dieses war leider nicht immer so. Das Land mit einem der am besten erhaltenden Ökosysteme drohte in den Strudel von Naturausbeutung gegen kurzfristig äußerst lukratives Geld zu gelangen. Gerade die geringe Besiedelungsdichte und die gleichzeitig niedrige Alphabetisierungsrate vor allem in den Nordprovinzen (bspw. Luang Namtha) verstärkte diese Tendenz. Jedoch konnte dies glücklicherweise ab 1999 gestoppt werden. Insgesamt wurden bis jetzt ca. 20 national geschützte Gebiete (so genannte National Protected Areas (NPAs)) von der Regierung in Laos ernannt. In diesen Gebieten sind mehr als 800 unterschiedliche Vogelarten und über 100 unterschiedliche Säugetierarten, darunter die schon vom Aussterben bedrohten Tiger, Leoparden, Gibbons oder Irawadidelfine zuhause.

Weitere Tourveranstalter bieten seit kürzerer Zeit neue und alternativ aufgesetzte Touren für den interessierten Touristen auf seiner Reise an, was wiederum den Wettbewerb erhöht und somit sowohl den Preis senkt als auch hoffentlich den Druck zu nachhaltigem Tourismus erhöht. Wer sich auf so genannte Ökotourismus-Touren, auch Anbieter welche auf dieser Seite genannt werden, festgelegt hat, der sollte auch gleichzeitig ernsthaft prüfen, dass nicht nur das Siegel „Ökotourismus“ auf der Tour steht, sondern auch wirklich die Intention gelebt wird.

Durch Ökotourismus das wahre Leben der Laoten kennen lernen
Durch Ökotourismus das wahre Leben der Laoten kennen lernen

Vor der Buchung der Reise sollte man sich als pflichtbewusster Ökotourist mit folgenden Fragestellungen   auseinandersetzen:

  • Wird ein lokaler Führer / Guide eingesetzt? Wer profitiert von meiner Tour? Es sollten die Einheimischen / lokalen Bewohner sein.
  • Welche Möglichkeiten habe ich, um Neues auf diesem Trip kennen zu lernen und wie kann ich mein Wissen möglicherweise an die Beteiligten weitergeben?
  • Wird die Auswirkung auf die Natur und die Kultur des Landes bestmöglich begrenzt?
  • Werden die Vorteile für die Natur und das Ökosystem in Laos bei meiner Tour maximiert? Werden also lokale Anbieter und Bewohner bevorzugt und wird gleichzeitig ein Nutzen für die Natur in den Schutzgebieten generiert?
  • Gibt es eine Limitierung des Tourismus, so dass der Einfluss auf die Flora und Fauna sowie die Einschränkung der lokalen Bevölkerung, dem Leben eigenständig nachgehen zu können, ein gewisses Maß nicht überschreitet?
  • Werden lokale Bräuche, Architektur und Sitten von den Anbietern unterstützt und wird auf diese Weise ein gemeinsames Miteinander ohne Einschränkungen ermöglicht?

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Hautnahe Begegnungen mit den Einheimischen
Hautnahe Begegnungen mit den Einheimischen

Vier Grundsätze sollten daher dem verantwortungsvollen Touristen bei seiner Reise stets im Hinterkopf bleiben:

  1. Lernen Sie das wahre Leben der Laoten durch einen Homestay kennen. Durch eine entsprechende, für europäische Verhältnisse preisgünstige Kompensation können Sie hautnah das Leben und Wirken der einheimischen Bevölkerung und vor allem der ethnischen Minderheiten erleben.
  2. Der Besuch von geschützten Nationalparks sollte durch Sie unterstützt werden. Haben Sie die Wahl zwischen einer Tour außerhalb und innerhalb eines geschützten Gebietes (welche vielleicht etwas teurer ist als die Erstere), so sollten Sie nicht auf den Preis, sondern auf den Inhalt und den dahinterstehenden Naturschutz schauen.
  3. Essen sollte bei den „Locals“ gekauft werden. Sowohl das attraktive Restaurant mit amerikanischer Pizza sollte tabu sein wie die Mitnahme von Essenspaketen bei Touren. In Laos herrscht noch ein extrem niedriges Preisniveau für Essen. Daher sollte man bei den Einheimischen kaufen, damit der Eindruck eines echten laotischen Essens so authentisch wie möglich ist.
  4. Nehmen Sie lokale Führer. Nur diese können Ihnen einen echten Einblick in die Natur sowie die Bräuche der Bevölkerung geben. Gleichzeitig unterstützen Sie die Bemühungen der Einheimischen.
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