Land und Leute

Die Geschichte von Laos

Die Geschichte von Laos lässt sich lange zurückverfolgen. Nach einer Zeit der Einigung beginnend im 14. Jahrhundert begann zur Zeit der Kolonialisierung die Unterdrückung des Landes. Es brauchte viel Zeit und Mühen bis Laos sich nach siamesischer, japanischer und französicher Besetzung ein freies Land nennen konnte.

Wie alles anfing….

Bevor der Kriegsherr Fa Ngum im 14. Jahrhundert die Stadt Wieng Chan (das heutige Vientiane) eroberte, bestand Laos aus diversen Fürstentümern, die sich immer wieder aufs Neue bekriegten. Die Wurzeln des heutigen Laos liegen folglich bei Fa Ngum, der den Theravada-Buddhismus zur Staatsreligion machte und dem Königreich den bis heute erhaltenen Namen Lan Xang – Land von einer Millionen Elefanten – gab.

Der Theravada-Buddhismus spielt eine bedeutende Rolle in Laos
Der Theravada-Buddhismus spielt eine bedeutende Rolle in Laos

Die Kolonialzeiten

Im 17. Jahrhundert hatte sich Lan Xang unter König Sulignavongsa zu einer der wichtigsten Mächte Südostasiens entwickelt, in der wichtige Kulturgüter geschaffen wurden und Dichtung sowie Literatur einen hohen Stellenwert hatten. Schließlich übernahmen aber die Siamesen im 18. Jahrhundert die Macht über das Land. Doch dies war nur von kurzer Dauer: Schon bald mussten sie Lan Xang an Frankreich abgeben. Es wurde als Protektorat in die Kolonie Französisch-Indochina eingegliedert und somit wurde aus Lan Xang „Laos“.

Laos und der zweite Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkriegs besetzte Japan das Land. Mit dessen Ende und dem damit verbundenen Rückzug der japanischen Besatzer entstand die Idee einer laotischen Nation. Nationale Bewegungen der Lao Issara (wörtlich: Freies Laos) wurden stärker und stärker, um die Rückkehr der Kolonialmacht Frankreich, welche wieder auf die Übernahme drängte, zu verhindern. Obwohl Laos bereits am 12. Oktober 1945 seine Unabhängigkeit erklärte, gab Frankreich erst am 21. Juli 1954 auf der Indochinakonferenz seine Ansprüche in Indochina auf, zog schließlich seine Truppen ab und erkannte Laos’ vollkommene Souveränität an.

 

Der Vietnamkrieg und die Rolle von Laos

Während des Vietnamkriegs blieb Laos neutral. Die Nordvietnamesen nutzen das Land allerdings als Durchgang nach Südvietnam. Daher wurde Laos von den Amerikanern massiv bombardiert und gehörte in den Jahren 1965 bis 1973 zu den am schwersten bombardierten Ländern. Pro Einwohner wurden ca. 2,5 Tonnen Sprengsätze abgeworfen. Offiziell wurden diese Aktivitäten  zu dieser Zeit nie von der amerikanischen Regierung bestätigt, daher wird im Zusammenhang von Laos auch von „Amerikas geheimen Krieg“ gesprochen. Nach dem Ende des Krieges übernahm die kommunistische Widerstandsbewegung Pathet Lao die Macht und gründeten die PDR, die Demokratische Volksrepublik Laos. Doch das Land blieb weiterhin unsicher und instabil. Ein geringer Anteil der Bevölkerung flüchtete, Regierungsgegner vor allem im Norden des Landes wurden brutal unterdrückt.

Straßenimpressionen in Laos
Straßenimpressionen in Laos

Laos in den 80-er Jahren

Erhebliche Wirtschaftsprobleme, die das sozialistische Experiment der PDR mit sich brachten, führten in den 80er Jahren schließlich dazu, eine Öffnungs- und Reformpolitik einzuleiten, um einen Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft zu ermöglichen. Ausländische Investitionen von privaten Unternehmen sollten initiiert, die Beziehungen zum Ausland verstärkt und Wirtschaftsliberalisierungen durchgeführt werden. Die Bemühungen zeigen inzwischen erste Blüten: Im Jahre 1997 wurde Laos Mitglied der Vereinigung südostasiatischer Staaten (ASEAN) und 2004 beendeten die USA das 1975 nach der kommunistischen Machtübernahme eingetretene Handelsembargo.

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Ein Ausblick – Laos heute

Bis zum Jahr 2020 hat sich Laos zum Ziel gesetzt, den Status eines der am wenigsten entwickelten Länder überwunden zu haben.

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