Land und Leute

Fauna von Laos

Laos verfügt über eine reichhaltige Fauna. Die meisten Tierarten leben in den ausgedehnten Regen- und Monsunwäldern. Rund die Hälfte des Landes ist mit Wald bedeckt. Hier bietet die dichte Vegetation zum Beispiel verschiedenen Raubkatzen ausreichend Deckung.

Laos ist der Lebensraum des Tigers, des Leoparden und des wunderschön gezeichneten Nebelparders. Obwohl man Laos früher gerne als „Land der Millionen Elefanten“ bezeichnete, gibt es nur noch verhältnismäßig wenige der Dickhäuter, die insbesondere im Süden des Landes in freier Wildbahn leben. Hingegen dienen zahlreiche zahme Arbeitselefanten dem Menschen als Lasttier oder als unentbehrlicher Helfer bei der Forstarbeit. Der Elefant ist in Laos nach wie vor heilig. Insbesondere weiße Tiere werden sehr geschätzt. Ein dreiköpfiger Elefant ziert das Wappen der Königsfamilie.

Außerdem turnen in den dichten Baumkronen verschiedene Affenarten. In Laos beheimatet sind zum Beispiel die Plumploris, die Schopfgibbons und die Kleideraffen. Des Weiteren bietet das südostasiatische Land auch dem Marderhund und dem Kleinen Panda ein Zuhause. Viele der in Laos heimischen Tiere sind gesetzlich geschützt, zum Beispiel Büffel, Antilopen und Bären.

Laos - das Land der Millionen Elefanten
Laos – das Land der Millionen Elefanten

Doch was sich ansonsten noch alles in den Wäldern tummelt, weiß niemand ganz genau. Denn große Waldflächen und ökologische Systeme blieben in Laos nahezu unberührt und beherbergen vermutlich Tierarten, die dem Menschen bislang noch nicht bekannt sind. So wurde zum Beispiel das Vu-Quang-Rind erst im Jahr 1993 entdeckt. Auch von der Existenz des Kouprey-Rinds, einem weiteren Wildrind, wusste man zu Anfang des vorigen Jahrhunderts noch nicht viel. Das bis zu 800 Kilogramm schwere Rind wurde erstmals in den 1860er Jahren gesichtet. Seit den 1980er Jahren hat sich das Kouprey-Rind allerdings nicht mehr blicken lassen, so dass man davon ausgehen muss, dass es vermutlich ausgestorben ist.

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Auch ob der ehemals in Laos vorkommende Mekong-Riesenwels überlebt hat, ist ungewiss. Verbürgt ist seine Existenz nur noch für den Tonle Sap-See und den Tonle Sap-Fluss und im angrenzenden Unterlauf des Mekongs in Kambodscha. Die rein optisch einem Hai ähnlichen Fische erreichen eine Länge von bis zu drei Metern und ein Gewicht von maximal 300 Kilogramm. Der Bestand ist durch die Überfischung stark gefährdet. Leider ist der Mekong-Riesenwels kein Einzelfall. Rund 70 Tierarten der Fauna in Laos sind in ihrem Bestand bedroht. Extrem selten sind zum Beispiel der Siamesische Wildhase, der Javanische Mungo, der im Mekong lebende Irawadi-Delphin, der Tiger und das Java-Nashorn. Von den insgesamt 609 bekannten Vogelarten in Laos stehen drei kurz vor dem Aussterben. Zu den farbenprächtigsten Tieren in Laos gehören die Schwalbenschwanz-Schmetterlinge, von denen es insgesamt etwa 39 verschiedene Arten gibt.

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